Wer dies beherzigt, geht sowohl beim Kauf neuer als auch gebrauchter Immobilien ungeahnten Risiken aus dem Weg, denn Häuser werden nach dem Grundsatz „Gekauft wie Gesehen“ erworben. Dies bedeutet, alle erkennbaren Mängel und Schäden werden mitgekauft. Nicht immer ist ein Schaden aber sofort erkennbar, besonders dann nicht, wenn ein Verkaufsobjekt extra zum Verkauf „geschönt“ wurde oder wenn Wand und Deckenbereiche durch Verkleidungen und Möbel nicht zugänglich sind. Oft stellt sich erst nach Kaufabschluss heraus, dass Keller und Wände feucht sind oder der Dachstuhl von Schädlingen befallen ist. Unbekannte Baumängel mindern auf Jahre den Ertrag, beeinflussen die Bausubstanz zum Teil erheblich und können die Freude über einen „günstigen“ Immobilienkauf schnell verderben. Die beste Finanzierung nützt wenig, wenn sich die Immobilie als ein Fass ohne Boden erweist. Immobilienkäufer sollten deshalb das Objekt vor Abschluss eines Kaufvertrages von einem Bausachverständigen genauer untersuchen lassen. Die langjährige Erfahrung im Umgang mit Mängeln und Schäden am Gebäude sowie der Einsatz moderner Messgeräte zur Feuchtigkeitsmessung und Thermografie helfen, Schwachstellen des Gebäudes aufzudecken. Dies gibt Sicherheit und eröffnet die Möglichkeit, eventuelle Veränderungen zu Gunsten des Käufers im Vertrag durchzusetzen. 
Damit nach Kauf der Immobilie noch genügend Luft für eine anstehende Sanierung bleibt, sollte man den Reparatur- und Sanierungsaufwand kennen. Auch hier berät und unterstützt der Bausachverständige, denn nur ein auf dieser Basis erstellter Finanzierungsplan schützt vor größeren Überraschungen.
Zu guter Letzt helfen die Ausarbeitungen des Sachverständigen bei Verhandlungen mit Kreditgebern, da diese wissen wollen, ob mit den bereitzustellenden Geldern eine Sanierung durchführbar ist und eine Werterhöhung erzielt werden kann.