Bauschäden können durch Mängel, die während der Bauzeit verursacht wurden oder durch äußere Einwirkungen entstehen. Ca. 75 % aller Bauschäden treten an Außen- und Innenwänden, Dächern und Balkonen sowie an erdberührten Bauteilen auf. Die Schadensursachen sind vielseitig und liegen oft länger zurück. Will oder muss man nun die Verantwortlichkeit klären, ist oft ein Schadensgutachten die einzige Lösung.

Ein Gutachten ist ein klassisches Beweismittel.

Ein Gutachten muss für den Laien nachvollziehbar und für den Fachmann nachprüfbar sein und sollte von einem unabhängigen Sachverständigen erstellt werden. Es spielt keine Rolle, ob es sich um ein Gerichtsgutachten oder um ein Privatgutachten handelt. Auch an ein Privatgutachten sind stets besondere Anforderungen zu stellen, da es letztendlich auch von Dritten, denen es zur Geltendmachung von Ansprüchen oder deren Abwehr vorgelegt wird, akzeptiert werden soll. Aus gutem Grund sind deshalb an jedes Gutachten Mindestanforderungen zu stellen. Gutachten müssen allgemeine Angaben zum Auftragszweck, Inhalt, Arbeitsunterlagen, Ortstermin, Schadensfeststellung, Untersuchung und Ursachenermittlung enthalten und Auskunft über die Behebung des Schadens und der damit verbundenen Kosten geben.

Prüfen Sie deshalb, ob der zu Beauftragende persönlich geeignet ist, über die notwendige Sachkunde und Objektivität verfügt und die Gutachten persönlich erstellt.

Die Abrechnung von Privatgutachten erfolgt entweder zum Pauschalpreis oder auf Grundlage der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), die der Gerichtsgutachten entsprechend dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG).